Ein Fähigkeitenprofil beantwortet zwei unterschiedliche Fragen: Was scheint ein Angebot leisten zu können, und was bestätigen die verfügbaren Belege tatsächlich? Wenn du beides trennst, kannst du eine Integration auswählen, ohne eine überzeugende Beschreibung als Garantie zu behandeln.
Capifold bewahrt Originalmanifeste und unterscheidet Anbieterangaben, Ableitungen und Prüfungen mit begrenztem Umfang. Dieser Artikel erklärt, wie du diese Unterscheidung beim Vergleich nutzt. Er beschreibt eine Beurteilungsmethode und zertifiziert keinen Anbieter.
Eine Angabe bleibt zunächst eine Angabe
Angenommen, ein Manifest verspricht, „Rechnungen sicher zu verarbeiten“. Das ist eine Anbieteraussage. Sie kann bei der Suche helfen, nennt aber weder Eingabeformate noch Datenstandort, Zugriffsrechte oder ein geprüftes Ergebnis. Dafür brauchst du jeweils eine konkretere Quelle oder Prüfung.
Ein deklariertes Feld kann durchaus präzise sein, etwa ein bestimmtes Eingabeformat oder ein dokumentierter Endpunkt. Dadurch wird die Aussage besser überprüfbar. Unabhängig bestätigt ist sie deshalb noch nicht. Bewahre Feld und Quellenadresse auf, damit andere dieselbe Angabe nachvollziehen können.
Abgeleitete Fähigkeiten helfen bei der Orientierung
Wenn eine Beschreibung Dokumentextraktion erwähnt, kann ein Suchsystem das Angebot entsprechend einordnen. Diese Klassifikation ist eine Ableitung aus Text und kein zusätzliches Versprechen des Anbieters. Sie hilft bei der Entscheidung, welches Profil du öffnest. Daraus entstehen keine Berechtigungs- oder Preisangaben.
Vergleiche zwei Beschreibungen: Eine wandelt Text in Sprache um, die andere extrahiert Entitäten aus Dokumenten. Beide enthalten das Wort Text. Eine brauchbare Suche muss die Operation unterscheiden; ein brauchbares Profil lässt unbelegte Details offen. Eine Klassifikation darf kein Ausgabeschema erfinden, nur um Produkte vergleichbarer erscheinen zu lassen.
Frage nach dem tatsächlichen Prüfumfang
Eine Formatprüfung bestätigt, ob ein Dokument die ausgeführten Prüfregeln erfüllt. Sie bestätigt nicht automatisch, dass der Endpunkt erreichbar ist, das Ergebnis stimmt oder der Anbieter deine Produktionslast bewältigt.
Ein Funktionstest ist konkreter. Achte auf geprüfte Version oder Fingerprint, Prüfroutine, Eingaben beziehungsweise Testumfang, Ergebnis und Zeitpunkt. Ein erfolgreicher Test einer mitgelieferten Referenzimplementierung gilt für diese Implementierung. Er lässt sich nicht auf ein fremdes importiertes Angebot übertragen.
Deshalb ist ein verständlicher Prüfumfang nützlicher als ein pauschales „verifiziert“. Ändert sich das Manifest, muss neu beurteilt werden, ob ältere Nachweise weiterhin passen. Die Versionsbindung macht diese Frage sichtbar, statt ein historisches Ergebnis stillschweigend auf neue Inhalte zu übertragen.
Unbekannt ist ein Entscheidungszustand
Verlangt deine Aufgabe einen Betrieb ohne Netzwerkzugriff und fehlen Angaben zum Netzwerkverhalten, ist die Anforderung nicht nachgewiesen. „Vermutlich in Ordnung“ würde die Bedeutung deines Filters verändern.
Mögliche nächste Schritte sind eine Rückfrage beim Anbieter, die Prüfung einer genaueren Quelle, ein ausdrücklich freigegebener Test oder die Auswahl eines anderen Kandidaten. Welche Option passt, hängt von der Aufgabe ab. Der Katalog sollte die Lücke zeigen und nicht heimlich die Anforderung entfernen, um mehr Treffer zu liefern.
Drei Zeitpunkte auseinanderhalten
Der Quellenabruf zeigt, wann ein System die Quelle zuletzt gesehen hat. Der Auswertungszeitpunkt zeigt, wann das Profil abgeleitet wurde. Der Funktionstestzeitpunkt zeigt, wann konkretes Verhalten geprüft wurde. Ein neuer Quellenabruf macht aus einem älteren Funktionstest keinen neuen Test.
Notiere in einer Entscheidung die jeweils relevanten Zeitpunkte. Halte außerdem fest, was du nicht klären konntest. So lässt sich die Entscheidung nach einem Update erneut prüfen, ohne sie aus Screenshots rekonstruieren zu müssen.
Einen nachvollziehbaren Vergleich weitergeben
Notiere pro Kandidat Aufgabe, verbindliche Anforderungen, betrachtete Quelle und Version, unterstützende Angaben, relevante Prüfungen und offene Fragen. Vermeide eine einzelne Gesamtnote, wenn die entscheidenden Unterschiede im Rechteumfang oder in fehlenden Fakten liegen.
Öffne ein Angebot in den MCP-Serverprofilen und nutze die Auswahlcheckliste. Die öffentliche Verbindungsanleitung erklärt, wie ein weiterer Agent dieselben Discovery-Daten lesen kann. Auch die MCP-Sicherheitsübersicht empfiehlt, einen Server vor dem Ausführen zu beurteilen. Das Finden eines Angebots ist keine Ausführungsfreigabe.